Jüdisches Museum

    Steinbach war über Jahrhunderte hinweg Zentrum des jüdischen Lebens im südlich Teil des Landkreises.

     

    Das Jüdische Museum in Steinbach am Glan ist ab Sonntag, 02. August 2020 wieder für Besucher geöffnet!


    Am 10. November 1938, der Reichsprogromnacht, wurden die Synagoge und die Wohnung der Familien Kayem und Oppenheimer verwüstet und zerstört. Jüdische Männer wurden in das Konzentrationslager Dachau deportiert. Da in Steinbach am Glan viele Juden lebten, wurde der Ort im Volksmund auch Juden-Steinbach genannt. In Steinbach am Glan wurde 1725 eine der frühesten Synagogen jüdischer Landesgemeinden errichtet, sodass sich der Ort zu einem Zentrum des jüdischen Lebens entwickelte. In der Mitte des 19. Jahrhunderts waren fast 30 % der Bevölkerung jüdischen Glaubens.


    Das Miteinander der Christen und Juden war sichtbar vorhanden und brachte für die Gemeinschaft viele Vorteile, vor allem aus wirtschaftlicher Sicht. Beispielsweise begründete der nach dem jüdischen Glauben lebende Isidor Triefus, geboren 1845 in Steinbach am Glan, die Diamantindustrie im Westrich. Der Alltag zwischen Juden und Christen war folglich gut eingespielt wie heute zwischen Protestanten und Katholiken. 1856 wurde 1 km nördlich von Steinbach ein jüdischer Friedhof angelegt.


    In dem jüdischen Museum werden mehr als 200 Jahre jüdischen Lebens dargestellt und dokumentiert, z.B. die Schicksalsschläge mehrerer Familien. Das Museum befindet sich in der Lindenstraße 3 in 66909 Steinbach am Glan.


    Öffnungszeiten:
    Jeden 1. und 3. Sonntag im Monat von 15.00 - 17.30 Uhr sowie nach vorheriger Vereinbarung


    Für den Museumsbesuch gelten die üblichen Abstands- und Hygieneregeln sowie Maskenpflicht.

    Kontakt:

    Ortsbürgermeister Jörg Fehrentz, Telefon: 06383-5600 oder

    die Verbandsgemeindeverwaltung Oberes Glantal unter der Rufnummer: 06373-5040.

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